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Gastvortrag von Mads Pankow

Herausgeber der Zeitschrift „Die EPILOG“ und Mitorganisator des „Digital Bauhaus Summit“ spricht über kreative Arbeit

mads ©Jana Costas

Am 15.06.2015 besuchte Mads Pankow den Masterkurs „Work, Organizations & Change“. Wortgewandt gab er Einblicke in das Leben eines Kreativarbeiters. Was bedeutet es, kreativ zu sein? Und wie sieht der Arbeitsalltag in der Kreativwirtschaft aus? Kreative Arbeit findet nicht nur innovative Antworten auf bekannte Probleme, so Pankow. Sie entdeckt auch neue Probleme und schafft Strukturen, um diese zu lösen. Beispielsweise nutzen kreative Netzwerke Facebook als Projektmanagementtool, erproben flache Hierarchien und arbeiten virtuell zusammen.

Da sich die zündende Idee nicht planen lässt, kommen auch ungewöhnliche Methoden zum Einsatz, um die Inspiration zum Sprudeln zu bringen. Pankows Teams treffen manche Entscheidungen bewusst erst, wenn die Deadline drückt, um spontane Musenküsse noch zu berücksichtigen. Statt Aufgaben zu verteilen, wird ein Problem so lange zur Diskussion gestellt, bis jemand sich ihm annimmt. „Ab einem gewissen Punkt sind die Leute genervt, wenn es keine Strukturen gibt und schaffen sich diese selbst“, berichtet Pankow. Das gelte auch für den eigenen Arbeitsalltag. Wenn Arbeit sowohl zeitlich als auch örtlich entgrenzt ist, helfe es, selbst seine tatsächliche Arbeitszeit zu erfassen und sich einen festen Arbeitsplatz in einem Co-Working-Space einzurichten.

Der Balanceakt zwischen Arbeit und Freizeit ist aber nicht der Einzige. Zugleich müssen bezahlte Arbeit und Herzensprojekte miteinander in Einklang gebracht werden. Die Früchte der Kreativarbeit sind nämlich nicht nur finanzieller Natur, sondern insbesondere Anerkennung und eine erfüllende Tätigkeit.    

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