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Angewandte Wirtschaftstheorie

Modulbezeichnung in Englisch: Applied Economic Theory

Prüfungsnummer: 1645

Semester: ab 3. Semester (Grundlagenausbildung)

Dauer des Moduls: Ein Semester

Art des Moduls (Pflicht, Wahl, etc.): Pflicht

Häufigkeit des Angebots des Moduls: Jedes Wintersemester. Letztmalig im Wintersemester 2013/2014. Siehe auch "Weitere Informationen".

Zugangsvoraussetzungen: Kenntnisse aus Modulen Mathematik, Mikroökonomie und Makroökonomie sind vorteilhaft.

Verwendbarkeit des Moduls für andere Studiengänge:
Pflicht- bzw. Wahlmodul für andere Studiengänge. Das Nähere regeln die Bestimmungen des entsprechenden Studiengangs.

Modulverantwortlicher/Modulverantwortliche: Prof. Dr. Georg Stadtmann

Name der/des Hochschullehrer/s: Prof. Dr. Georg Stadtmann

Lehrsprache: Deutsch

Zahl der zugeteilten ECTS-Credits: 6

Gesamtworkload und ihre Zusammensetzung (z.B. Selbststudium + Kontaktzeit):
Kontaktzeit (Vorlesung, Übung etc.) 45 Std.; Selbststudium: 135 Std.

Lehrveranstaltungsstunden (LVS): 4

Art der Prüfung/ Voraussetzung für die Vergabe von Leistungspunkten:
Erfolgreiche Teilnahme an der Klausur (120 Min.)

Gewichtung der Note in der Gesamtnote: Regeln die Bestimmungen des entsprechenden Studiengangs

Qualifikationsziele des Moduls:
Die Studierenden werden dazu befähigt ihre Kenntnisse aus den verschiedenen Teilgebieten ihres Studiums zusammenzuführen, um gesellschafts- und wirtschaftspolitische Problemstellungen unter Verwendung von empirischen Methoden zu bewerten und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Der fachübergreifende Ansatz dient der Wiederholung, Verknüpfung und Anwendung bereits vorhandener Kenntnisse aus der Mikro- und Makroökonomie sowie aus den Fächern Mathematik und Statistik. Am Ende der Veranstaltung erkennen die Studierenden die vielfältige Anwendbarkeit des bereits absolvierten Curriculums und sehen die (berufliche) Perspektive ihres Wirtschaftsstudiums. Die Studenten sind in der Lage, sich einen Überblick über aktuelle wissenschaftliche Arbeiten zu verschaffen und kennen den Wissenschaftsbetrieb ihrer Hochschule. Die Interdisziplinarität des Moduls beendet die starke fachliche Segmentierung des Curriculums in der Orientierungsphase und befähigt die Studierenden, die Ausrichtung ihres Studiums in der anschließenden Profilierungsphase entsprechend favorisierter Forschungs- und Interessenobjekte auszurichten.

Inhalte des Moduls:
Mit der Wiederholung von Hypothesentests und ökonometrischen Methoden werden zunächst statistische Grundlagen gefestigt. Diese sind nötig, um im Fortgang der Veranstaltung wissenschaftliche Veröffentlichungen und deren Empirie den Studierenden zugänglich zu machen. Am Beispiel der aktuellen Diskussion zur Entwicklung der Vorstandsvergütung wird in die Theorie des Prinzipal-Agent-Problems eingeführt und aufgezeigt, wie anreizkompatible Arbeitsverträge aussehen können. In diesem Zusammenhang wird auch die Bedeutung des Corporate Governance Kodex zur Erhöhung von Transparenz in Unternehmen erörtert. Ein weiteres Themenfeld der Veranstaltung stellen News-Modelle dar, die einen informationsgetrieben Erklärungsbeitrag für die auf Aktienmärkten zu beobachtende Volatilität von Kurswerten liefern. Eine Fallstudie zum börsennotierten Bundesliga-Club Borussia Dortmund liefert Einsichten über den Einfluss von unternehmensspezifischen Entscheidungen auf den Kurswert der Aktiengesellschaft. Im Kontrast zum informationsbasierten Ansatz der Finanzmarktakteure werden anschließend technische Handelsstrategien erörtert und gezeigt, wie deren Profitabilität insbesondere von der Interventionsbereitschaft der Zentralbank abhängt.
Statistik: Analyse von univarianten und bivarianten Datenmengen
Vorstandsvergütung: Prinzipal-Agent-Konflikt, Corporate Goverance Kodex, Equity Theory, Bidding-Up Theory News-Modelle: News-Modell und Reversed-News-Modell
Technische Handelsstrategie: 150-Tage-Trend auf Wechselkurs und Geldmärkten

Lehr- und Lernmethoden des Moduls:
Vorlesung, Übung, Tutorium, Selbststudium, Blended-Learning

Besonderes (z.B. Online-Anteil, Praxisbesuch, Gastvorträge, etc.):
Tutorenprogramm. Regelmäßig Gastreferenten aus Wirtschaft und Politik.

Literatur (Pflichtlektüre/zusätzlich empfohlene Literatur):
Furubotn, Eirik Grundtvig; Richter, Rudolf (2005): Institutions and economic theory. The contribution of the new institutional economics. 2. ed. Ann Arbor, Mich.: Univ. of Michigan Press (Economics, cognition, and society).
Copeland, Thomas E. und Weston, Fred J. (1988): Financial Theory and Corporate Policy, 3. Auflage, Addison-Wesley, Reading Massachusetts.
Kraft, Kornelius; Niederprüm, Antonia (1999): Ist die Vergütung von Managern im Zeitablauf flexibler geworden? In: Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Jg. 51, H. 9, S. 787-804.
Richter, Rudolf (2005): Institutions and economic theory. The contribution of the new institutional economics. 2. ed. Ann Arbor, Mich.: Univ. of Michigan Press (Economics, cognition, and society).
Riechmann, T. (2006). Cournot or Walras? Long-run results in oligopoly games. Journal of Institutional and Theoretical Economics (JITE), Vol. 162(4), S. 702-720.
Stadtmann, G. (2004): An Empirical Examination of the News Model: The Case of Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, erscheint in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft.
Pierdzioch, C., G. Stadtmann (2002): Devisenmarktoperationen und Informationspolitik der Europäischen Zentralbank, Perspektiven der Wirtschaftspolitik, Vol. 3(1), 2002, 49 – 68.
Aktuelle Presseartikel.

Weitere Informationen:
Das Modul wurde letztmalig im Wintersemester 2013/2014 angeboten. Zukünftig sind für das Modul "Angewandte Wirtschaftstheorie" alle Module anrechenbar, die im Rahmen des entsprechenden Bachelorprogramms nach der neuen Fachspezifischen Ordnung der Wahlpflichtmodulgruppe "European Economics" zugeordnet sind. Bisherige Fehlversuche im Modul "Angewandte Wirtschaftstheorie" werden bei dem/den ersatzweise zu absolvierenden Modul/en der Wahlpflichtmodulgruppe "European Economics" nicht angerechnet/ weitergezählt.