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Regelstudienzeit, Nachteilsausgleich, Chancengleichheit

Informationen zur Regelstudienzeit / Verlängerung der Studienzeit in den "alten" Studienprogrammen
(Studien- und Prüfungsordnungen vor 2013)

Regelstudienzeit

Das Studium sollte grundsätzlich innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen werden. Die Regelstudienzeit ist in der Allgemeinen Studien-und Prüfungsordnung (ASPO) verankert und beträgt bei Studiengängen, die zu einem Bachelorgrad führen, grundsätzlich sechs Fachsemester mit einem Studienumfang von 180 ECTS-Credits. Bei konsekutiven Masterstudiengängen, beträgt die Regelstudienzeit grundsätzlich vier Fachsemester mit einem Studienumfang von 120 ECTS-Credits.

Fristen

Haben die Studierenden die für die erfolgreiche Beendigung des Studiums vorgesehenen ECTS-Credits nicht bis zum Ende des zweiten auf das Ende der Regelstudienzeit folgenden Semesters unter Ausschöpfung bestehender Wiederholungsmöglichkeiten nach § 25 Absatz 2 ASPO erworben und gegenüber dem Prüfungsamt nachgewiesen, so gilt die Bachelor- beziehungsweise Masterprüfung im jeweiligen Studiengang als einmal nicht bestanden. Dies gilt nicht, wenn die Überschreitung der Frist von den Studierenden nicht zu vertreten ist. Haben die Studierenden auch nach Ablauf eines weiteren Fachsemesters unter Ausschöpfung bestehender Wiederholungsmöglichkeiten nach § 25 Absatz 2 ASPO nicht die für die erfolgreiche Beendigung des Studiums vorgesehenen ECTS-Credits erworben und gegenüber dem Prüfungsamt nachgewiesen, so gilt die Bachelor- beziehungsweise Masterprüfung im jeweiligen Studiengang als endgültig nicht bestanden. Auch dies gilt nicht, wenn die Überschreitung der Frist von den Studierenden nicht zu vertreten ist. (vgl. § 7 ASPO)

Anmerkung: In beiden Fällen gilt, dass die Leistungsnachweise dabei bis zum Ende des ersten Monats des folgenden Semesters (30. April bzw. 31. Oktober) erbracht werden müssen. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Klausur, der mündliche Prüfung, des Abschlusskolloquiums bzw. der Abgabe der Arbeit bei der häuslichen Anfertigung der Prüfungsleistung. (Hinweis: Um die vorgenannten Fristen einhalten zu können, sollte die Bachelorarbeit bis zum 15.12. (Wintersemester) bzw. 15.06. (Sommersemester) und die Masterarbeit spätestens zu Beginn des Wintersemesters bzw. zu Beginn des Sommersemesters angemeldet werden.)

Nachteilsausgleich und Chancengleichheit

In besonderen Härtefällen (z. B. längere Krankheit) kann der zuständige Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag hin eine Ausnahme von den in § 7 ASPO genannten Fristen gewähren und eine weitergehende Fristverlängerung aussprechen. Der Antrag ist unverzüglich bei Vorliegen der Gründe unter Einreichen entsprechender Unterlagen zur Glaubhaftmachung zu stellen; im Fall von Krankheit durch eine entsprechende Bescheinigung der Prüfungsunfähigkeit. Der zuständige Prüfungsausschuss kann darüber hinaus die Vorlage eines amtsärztlichen Attestes verlangen. Hinweise zur amtsärztlichen Untersuchung finden sich u.a. auf der Internetseite des Amts- und Vertrauensärztlichen Dienstes der Stadt Frankfurt (Oder).

Studierende, die die gesetzlichen Schutzfristen des Mutterschutzgesetzes in Anspruch nehmen beziehungsweise sich in Elternzeit befinden beziehungsweise Kinder außerhalb der gesetzlich geregelten Elternzeit und/oder nahe Angehörige betreuen oder pflegen, werden unterstützt, indem ihrem individuellen Bedarf bei der Erbringung von Studien- und Prüfungsleistungen Rechnung getragen wird. Der zuständige Prüfungsausschuss entscheidet über die konkrete Form des Nachteilsausgleiches, sobald die besondere Situation glaubhaft gemacht wurde. Der oder die Studierende ist verpflichtet, Änderungen in den Voraussetzungen unverzüglich mitzuteilen. Für Studierende mit Familienaufgaben wurde zum besseren Verständnis des Nachteilsausgleiches eine Handreichung entwickelt, die Beispiele für die konkrete Auslegung der rechtlichen Formulierung nennt.

Bei der Gestaltung des Studienablaufs sowie bei der Erbringung von Leistungsnachweisen wird versucht, den spezifischen Belangen von Studierenden mit Behinderung und chronischen Erkrankungen im Einzelfall Rechnung zu tragen. Belegt der oder die Studierende durch ein ärztliches Attest, dass er oder sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung oder einer chronischen Erkrankung nicht in der Lage ist, die Prüfungen ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, kann der zuständige Prüfungsausschuss dem oder der Studierenden gestatten, gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen. Entsprechendes gilt für die anderen Studienleistungen. Der zuständige Prüfungsausschuss kann darüber hinaus die Vorlage eines amtsärztlichen Attestes verlangen. Der oder die Studierende ist verpflichtet, Änderungen in den Voraussetzungen unverzüglich mitzuteilen.

Einzureichende Unterlagen

  1. Antragsformular

  1. Belege für die im Antrag benannten Gründe,
    z. B. Bescheinigung der Prüfungsunfähigkeit