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Real Estate Workshop 2012

B|ORDERS in Motion – Teilnehmer des Real Estate Workshops im Mauermuseum

Wo könnte man die Permeabilität von Grenzen besser spüren als im Mauermuseum am Checkpoint Charlie in Berlin? Direkt am ersten Exponat – einem umgebauten VW-Käfer – beginnt man zu ahnen, welche Strapazen Menschen auf sich genommen haben, um die Mauer zu überwinden. Unter der umgebauten Motorhaube war nämlich nicht viel Platz, und man musste u.U. mehrere Stunden in seinem engen Versteck ausharren.  Andere Flüchtlinge hatten hingegen mehr „Raum“ zur Verfügung und flüchteten mit einem selbstgebauten Heißluftballon gen Westen. Die erste Flucht scheiterte: Die Ballonseide saugte sich in einer zu nebeligen Nacht voll Feuchtigkeit, wurde somit zu schwer und der Ballon musste wenige hundert Meter vor der Mauer notlanden. Ein zweiter Ballon wurde gebaut und wenige Wochen später waren die Strapazen von Erfolg gekrönt.

Ein anderes Element wurde von einem Flüchtling genutzt, der mit einem selbstgebauten Paddel-/Segelboot über die Ostsee flüchtete. Zahlreiche Luftballons wurden zu Beginn der Fahrt auf dem Wasser ausgelegt, um dem Radar viele verschiedene Störfaktoren zu bieten. Auch hier spielte jedoch das Wetter nicht mit, ein Sturm zog auf und trieb das Boot am eigentlichen Ziel „Dänemark“ vorbei. Glücklicherweise griff eine Fähre den völlig erschöpften Flüchtling auf.

 „Hier sehen Sie viele verschiedene Arten und Weisen, wie die Menschen die DDR verlassen haben. Warum sie dies gemacht haben, das sehen Sie nicht. Darüber müssen Sie schon selber nachdenken“, erklärte der Museumsführer den Teilnehmern des 2nd Real Estate Workshops, welcher von Viadrina-Professor Georg Stadtmann am DIW in Berlin organisiert wurde. In einem zweitätigen Workshop tauschten sich Teilnehmer aus Südafrika, Israel, Spanien, Italien, Frankreich, Dänemark, Georgien und Deutschland über den Zusammenhang des Immobiliensektors mit makroökomischen Entwicklungen aus. Sollte eine Zentralbank zukünftig auf Fehlentwicklungen am Immobilienmarkt reagieren und z. B. die Zinsen anziehen, wenn die Immobilienpreise zu stark steigen? Insofern wurden mal wieder die BORDERS angesprochen. Welche Faktoren beeinflussen die Immobilienpreise in europäischen Metropolen? In welchen Städten sind die Märkte eher überhitzt? Dies sind einige Fragen, die kritisch diskutiert wurden. Ganz herzlichen Dank an alle Teilnehmer, dem Organisationskomitee vom DIW und der Fritz Thyssen Stiftung für die finanzielle Unterstützung. Besten Dank auch an Dr. Peter Ramsauer und Klaus Wowereit für die Übernahme der Schirmherrschaft über diese Veranstaltung.

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Morten Skak (University of Southern Denmark) erklärt den Fünf-Finger-Bebauungsplan in der
Region um Kopenhagen: Die Finger dürfen bebaut werden, zwischen den Fingern sollen
Grünflächen für die Naherholung bestehen bleiben.

 

image10 ©LS Makro