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Anwendungsorientierte Spieltheorie *

Modulbezeichnung: Anwendungsorientierte Spieltheorie *

Prüfungsnummer: 5009

Semester/Trimester: Semester

Art des Moduls (Pflicht, Wahl, etc.): Wahlpflicht

Häufigkeit des Angebots des Moduls: Sommersemester 2013

Zugangsvoraussetzungen: Vorkenntnisse in Mathematik und Mikroökonomie sind hilfreich, Vorkenntnisse in Spieltheorie sind nicht unbedingt nötig. Abgeschlossene Orientierungsphase wird empfohlen.

Verwendbarkeit des Moduls für andere Studiengänge:
Serviceveranstaltung für Studierende der Kultur- bzw. Rechtswissenschaften

Modulverantwortlicher/Modulverantwortliche: Dr. Yves Breitmoser

Name der/des Hochschullehrer/s: Dr. Yves Breitmoser

Lehrsprache: deutsch

Zahl der zugeteilten ECTS-Credits: 5

Gesamtworkload und ihre Zusammensetzung (z.B. Selbststudium + Kontaktzeit):
Kontaktzeit (Vorlesung, Übung, Seminar etc.): 37,5 Std.; Selbststudium: 112,5 Std.

Lehrveranstaltungsstunden (LVS): 3

Art der Prüfung/ Voraussetzung für die Vergabe von Leistungspunkten:
Es kann ein Prüfungsschein erworben werden. Voraussetzung hierfür ist die erfolgreiche Teilnahme an der Klausur.

Gewichtung der Note in der Gesamtnote: Eins

Qualifikationsziele des Moduls:
Ziel der Veranstaltung ist die Vermittlung eines soliden Einblicks in die Vorgehensweise, die Möglichkeiten und die Grenzen spieltheoretischer Modellierung. Sowohl die klassischen spieltheoretischen Konzepte als auch die modernen verhaltensorientierten Konzepte basieren auf mathematisch-formalen Modellen. Interesse an mathematisch-formaler Modellierung und erfolgreiche Abschlüsse der Veranstaltungen zur Mathematik und Mikroökonomie werden daher vorausgesetzt.

Inhalte des Moduls:
Die Spieltheorie untersucht individuelles Verhalten in strategischen Situationen, also in Situationen, in denen die Entscheidungsträger das Verhalten anderer Akteure vorhersagen und berücksichtigen müssen. Diese Vorlesung betrachtet die grundlegenden spieltheoretischen Lösungskonzepte, die Ergebnisse ökonomischer Experimente zur Untersuchung ihrer Anwendbarkeit und mögliche Erklärungsansätze für systematische Abweichungen. Die grundlegenden Konzepte sind Nash-Gleichgewicht und Rationalisierbarkeit bei Spielen in Normalform, teilspielperfektes Gleichgewicht bei Spielen in extensiver Form, Bayesianisches Gleichgewicht bei statischen Spielen mit unvollständiger Information, sequentielle Gleichgewichte bei dynamischen Spielen und Markov-Gleichgewichte bei unendlich wiederholten Spielen. Die theoretischen Vorhersagen dieser Konzepte werden mit den experimentellen Ergebnisse zum Verhalten in Normalform-Spielen, Verhandlungsspielen, Auktionen, Signaling-Spielen und wiederholten Spielen kontrastiert, die Abweichungen werden in der Vorlesung diskutiert und modelliert.

Lehr- und Lernmethoden des Moduls:
Vorlesung, Selbststudium

Literatur (Pflichtlektüre/zusätzlich empfohlene Literatur):
C. Camerer, "Behavioral Game Theory: Experiments in Strategic Interaction", Princeton Univ. Press, 2003.
M. Osborne und A. Rubinstein, "A course in game theory", MIT Press, 1994.
R.B. Myerson, "Game theory: Analysis of conflict", Harvard Univ. Press, 1997.

Weitere Informationen:
Registrierung über Moodle erforderlich.
Webseiten des Lehrstuhls